Illegale Farben

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Fernsehtechnik || Technik die begeistert

Messmethode im digitalen Fernsehsystemen

RGB und Farbdifferenz Schwingungsverlauf (waveform)

Der Colorist ist gewohnt den Abgleich seines arbeitsgerätes in dem Format rot, grün und blau zu machen, der Techniker bevorzugt die analoge Darstellung von dem matrizierten Signal, die dem Signal für die digitale Kodierung entspricht. Normalerweise wird das digitale Signal durch die direkte Quantisierung und dem Zeitmultiplexverfahren von dem Helligkeits- oder Y'-Signal, und den zwei Farbkomponenten C'b und C'r erzeugt. Diese drei digitalen Komponenten können in das analoge Format gewandelt werden und als Farbdifferenz Schwingungsverlauf oder umgewandelt in die rot, grün und blau Darstellung für den Coloristen angezeigt zu werden.

Die Ausgewogenheit eines Komponenten Signals hängt von dem Abgleich der Pegel, der einzelnen Farbauszüge ab. Wenn irgendeine der Komponenten im Pegel relativ zu den anderen verändert wird, hat dies Auswirkungen auf den Farbort und/oder der Sättigung des Bildes. Da in Farbdifferenz-Formaten, verschiedene Farben, verschiedene Signalpegel der roten, grünen und blauen Farbauszüge beinhalten, ist es nicht immer klar wie die individuellen Farbauszüge eingestellt werden sollen. Um die Justierung eines Videosignals zu erleichtern wurden verschiedene Messgeräte entwickelt.

RGB 100/75% Farbbalken

RGB

Mit dem Vektorscope kann man überprüfen ob die Farbkomponenten im erlaubten Bereich sind. Hierbei fehlt aber die notwendige Einbeziehung der Helligkeits-Information. Um dieses Problem zu überlisten gibt es verschiedene Techniken. Im nachfolgenden stelle ich eine dieser Erfindungen kurz vor.  

Die Diamond (Raute) Anzeigedarstellung

Die von Tektronix entwickelte Diamond-Anzeige erlaubt eine zuverlässige Methode ungültige Farben zu erkennen und ermöglicht die Beseitigung der Fehler. Üblicherweise werden Farben für die letztendliche Bild-Ausgabe im RGB-Format hergestellt. Wird das Signal in diesem Format mit dem Produktionssystem verarbeitet, ist es kein Problem ungültige Signale zu erkennen und man kann sich sicher sein, dass die Signale die Grenzen nicht überschreiten.

Aber viele Studio Systeme verwenden das Y', C'b, C'r-Format für die Datenübertragung und Erzeugung und das Signal wird häufig für die Verbreitung in das PAL- oder NTSC-Format kodiert. Am Ende der Produktions- und Sendekette werden alle Farbvideosignale für die endgültige Darstellung auf einem Bildschirm nach RGB umgewandelt.

Die Diamond-Anzeige resultiert aus der Kombination von R', G' und B' -Signalen. Liegen die Signale in einem anderen Format vor, das 100% Farbbalken verarbeiten kann, werden die Komponenten in ein zulässiges und gültiges Signal nach R', G' und B' konvertiert.

Tektronix Diamond

Die obere Raute bildet B' +G' auf der vertikalen Achse und B' -G' auf der horizontalen Achse ab. Die untere Raute bildet R' +G' auf der Achse und R' -G' auf der horizontalen Achse ab. Die beiden Rauten werden wechselseitig dargestellt um die Doppel-Rauten Darstellung zu erzeugen.

In dem Messweg ist ein 1,5 Mhz Tiefpass-Filter (höher für HD) angewendet um Signalspitzen, die üblicherweise durch die Kombination von Signalen mit verschiedener Bandbreite in Farb-Differenz Formaten entstehen, zu eliminieren.

Um alle drei Komponenten darzustellen müssen diese zwischen weiß, 700 mV und schwarz, 0 V liegen. Messwerte die innerhalb der Skala (gamut) liegen sind zulässiges und gültig, Messwerte die den Rahmen der Rauten verlassen sind nicht zulässiges und gültig. Noch Fragen?