Die Halbbilder

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Fernsehtechnik || Technik die begeistert

Die Halbbilder sind aus der Entwicklung der analogen Fernsehtechnik entstanden. Im Gegensatz zur Filmprojektion der Bilder mit der ganzen Fläche wurden/werden beim Fernsehempfang die Bilder punkt- oder zeilenweise aufgebaut. Deshalb wurde für eine flimmerfreie Wiedergabe eine Bildzahl von 50 je Sekunde erforderlich. Das Bild wurde in zwei Teilbilder aufgelöst. Vom ersten Teilbild werden nur die Zeilen 1, 3, 5, 7, ..., vom zweiten Teilbild nur die Zeilen 2, 4, 6, 8 ... übertragen.
Bei diesem Zeilensprungverfahren wird jedes Teilbild in 1/50 Sek., das Gesamtbild in 1/25 Sek. im Ferhnsehempfänger abgebildet. Jedes Halbbild besteht demnach aus 312 1/2 Zeilen. Das zweite Halbbild beginnt nicht am linken Bildrand, sondern in der Mitte der Zeile, und das erste Halbbild hört in der Mitte des unteren Bildrandes auf. Die Gesamtauflösung von den in PAL üblichen 625 Zeilen wurden halbiert und um eine Zeile versetzt nach einander wieder gegeben, so dass man die Bildfrequenz verdoppelt hat, dafür aber pro Halbbild nur die halbe Auflösung.

Auf solche Entwicklungen ist man gekommen, weil in der Analogtechnik die Übertragungsbandbreiten in keinster Weise den heutigen digitalen Möglichkeiten entsprachen und man trotzdem eine halbwegs hohe Auflösung haben wollte, mit einem flimmerfreien Bildeindruck.

Das Bild Zeigt das Schema des Zeilensprungverfahrens für eine geringe Zeilenzahl.

Halbbild Schema bei einem Röhren Bildschrim


Heute sind Aufnahme und wiedergabetechniken mit 50 Vollbildern in wesentlich höhern Auflösungen als bei der damaligen Analogtechnik möglich. Allerdings ist heute weltweit die Entwicklung der Fernsehtechnik aus den 1950er Jahren nicht viel weiter gekommen, als das man die alte Technik nunmehr digital aufzeichnet, sendet und empfängt.
ARD und ZDF werden ab 2010 den Regelbetrieb für die HD Fernsehausstrahlung im Format 720p/50 beginnen. Also 720 Zeilen mit 50 Vollbildern (progressiv). Weitere Infos hier:   http://unternehmen.zdf.de/index.php?id=459


Es wird heute gerne bei massen Fernsehserien mit elektronischen Fernsehkameras 25 volle Bilder aufgezeichnet, d.h die beiden Halbbilder eines Vollbildes sind gleichen Inhalts, also ohne einen Bewegtbild Unterschied zwischen den Halbbildern. Ergibt volle Bildauflösung bei einer schlechteren Bewegungsauflösung. Hierbei sollte man auf schnelle Bewegungen im Bild verzichten, da dabei dann mit starken Artefakten zu rechnen ist.

Definitionen für die Halbbilder:

1. Halbbild als oberes: ungerade, upper, odd 

1. Halbbild als unteres: gerade, lower, even


http://www.lenz-online.de/interlace/