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Audio Formate

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Audiotechnik || Der gute Ton

Eine Übersicht über die gängigen Audio Formate.

unkomprimiert

 
  Lineare Puls-Code-Modulation
    Rohdaten (.pcm)
    Audio Interchange File Format (AIFF, Containerformat) (.aif, .aiff, .aifc, .ief, .snd)
    Au-Container (.au)
    Resource Interchange File Format:RIFF WAVE (Containerformat) (.wav)
    CompactDisc-Digital Audio
  aud  
  .svx  
     
komprimierte Formate  
 
Verlustfrei  
    Apple Lossless Audio Codec (ALAC), auch: Apple Lossless Encoding Apple Lossless (.m4a, .mp4)
    DTS-HD – optionales verlustfreies Raumklang-Format für HD DVD und Blu-ray Disc, wurde zuvor auch als DTS++ bekannt
    Free Lossless Audio Codec (.flac, .fla, ggf. .ogg)
    MPEG-4 Audio Lossless Coding (MPEG-4 ALS)
    Windows Media Audio Lossless (.wma)
    Siehe auch: Audiodatenkompression#Verlustfreie Audioformate
 
Verlustbehaftete Datenreduktion
    Adaptive Differential (oder Delta) Pulse Code Modulation (ADPCM) (je nach Container .aif/.aiff, .au, .wav u. a.)
    DTSCoherent Acoustics (.dts)
    Dolby Digital, auch A/52 oder AC-3 (.ac3)
    MPEG 1/2/2.5 Audio
    MPEG-1 Audio Layer 3 (MP3) (.mp3)
    MPEG 2/4 Audio
    Advanced Audio Coding (.aac, .mp4, .m4a)
    High Efficiency Advanced Audio Coding (HE-AAC), auch aacPlus oder AAC+
    Ogg-Vorbis (.ogg)
    Windows Media Audio (.wma)
     
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Audioformat

 

 

Psychoakustik - Hörschwelle

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Audiotechnik || Der gute Ton

Unser Gehör kann nur akustische Ereignisse innerhalb eines bestimmten Frequenz- und Schallpegelbereiches wahrnehmen. Das bedeutet, dass Hörempfindungen beim Menschen nur von Schallereignissen ausgelöst werden, deren Frequenz im Bereich von 20 Hz bis 20 kHz liegen. Für die Hörbarkeit ist aber außerdem noch ein gewisser Mindestschalldruck von p = 20 µPa erforderlich. Dieser Mindestschalldruck entspricht einem Schallpegel von 0 dB.
Zeichnet man den Schalldruckpegel der notwendig ist einen Ton gerade noch zu hören als Funktion der Frequenz auf, so erhält man die Ruhehörschwelle.
Erhöht man den Schalldruck, so wird man ab einem bestimmten Schalldruckpegel beim Hören der Töne Schmerz empfinden. Trägt man diese Kurve ebenfalls in Abhängigkeit der Frequenz auf, so erhält man die Schmerzschwelle.
Den Bereich zwischen Ruhehörschwelle und Schmerzschwelle bezeichnet man als Hörfläche.

Hörfläche

 

Audio Lautheit EBU - R128

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Audiotechnik || Der gute Ton

10 Dinge, die Sie über die EBU R 128, die EBU-Lautstärke Empfehlung wissen müssen.

1. EBU R 128 ist im Kern eine wahre Audiorevolution: Audiopegelung basierend auf Lautstärke, nicht auf Spitzenwerte.

Audiosignal Normalisation basierend auf  Spitzenwerten hat zu mehr und mehr dynamischer Kompression und einem Phänomen geführt: dem 'Lautstärkenkrieg ' (Loudness War). Das Problem ergab sich durch die  Zweckentfremdung der Traditionellen Verfahren zu messen (Quasihöchstprogrammmeter - QPPM) und die erweiterte Nutzung derdigitalen Aussteuerungsreserve [headroom] bei digitaler Auslieferung. Lautstärke Normalisation beendet den 'Lautstärkenkrieg' und bringt Audiofrieden zum Publikum.

2. ITU-R BS.1770 2 definiert die Grundmessung, EBU R 128 baut darauf auf und erweitert es.


BS.1770 2 ist ein internationaler Standard, der eine Methode beschreibt, um Lautstärke nach einem von Natur aus subjektiven Eindruck zu messen.

 

Es führt die 'K-Gewichtung' ein, eine einfache Bewertungskurve, die zu einer guten Übereinstimmung zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektiver Messung führt. EBU R 128 verwendet BS.1770 2 und erweitert es mit der Beschreibung Lautstärkenbereich und des Zielpegel: -23 LUFS (Lautstärkeneinheiten beziehen auf die volle Skala[full scale]). Eine Toleranz von ± 1 LU ist im Allgemeinen akzeptabel.

 

TC Electronic Radar

3. Die Messung wird über einen Zeitintervall ausgewertet damit die Lautstärke besser zu Programmen passt, die längere Perioden von Stille enthalten.

 

Längere Zeiträume von Stille in Programmen führen zu einem niedriger gemessenen Lautstärkepegel. Nach anschließender Lautstärke Normalisation würden solche Sendungen zu laut enden. In BS.1770 2 wird ein relatives Gate von 10 LU ( Lautstärkeneinheiten; 1 LU ist äquivalent  zu1 dB) unter dem ungated Lautstärkepegel verwendet, um diese Tiefpunkt Zeiträume aus der Messung zu entfernen.  Auf diese Art erreicht man eine besser angepasste Lautstärke.

4. Ein separates Dokument über das 'Lautstärkenmessen' (EBU Tech Doc 3341) definiert die Rahmenbedingungen für einen mit 'EBU-Modus ' übereinstimmenden Lautstärkenmeter.

Es gibt drei Zeitkonstanten, die sich in der Integrationszeit  unterscheiden: Momentary [Momentan] (400 ms), Short-term [kurzfristig] (3s) und Integrated [integriert] (vom Beginnen bis zum Ende; das ganze Programm/Sache). Diese drei Meter sind abgekürzt mit M, S und I. Das Ergebnis einer Lautstärkenmessung ist ein Lautstärkepegel, abgekürzt LK, der Wert ist in 'LUFS' (Lautstärkeneinheiten, bezogen auf full Scale) ausgedrückt. 'M' und 'S' werden weiterhin verwendet bei Stereophonie für 'Mitte' und 'Seite'. Um die Integrationszeiten 'momentan' und 'kurzfristig' zu unterscheiden, können die Schreibweise 'MLK' und 'SLK' (wie auch 'ILK') gebraucht werden.

5. Alle größeren Audiometer Hersteller beteiligten sich an der EBU-Gruppe PLOUD (http://tech.ebu.ch/groups/ploud). Sie entwickelten gemeinsam den 'EBU-Modus'.

Ausrüstung, die den 'EBU-Modus' beinhaltet, ist nach dem Herausgeben der EBU-Empfehlung sehr schnell eingeführt worden. Sowohl die gemeinsame Arbeit von Herstellern von Audiomessender Ausrüstung als auch erfahrenen, verlässlichen Toningenieuren stellt sicher, dass Lautstärkenmeter kompatibel sind mit dem 'EBU-Modus'. Die Arbeit innerhalb PLOUDs ist ein Beispiel für solch eine Zusammenarbeit zwischen Benutzern und Herstellern.

6. Die Beschreibung 'Lautstärkenbereich' [Loudness Range (LRA)] ist ein Werkzeug, um zu beurteilen, ob eine Sendung von der Übertragungskette zu dem Zielpublikum  zur Toleranz passt und ob eine dynamische Kompression erforderlich wird.

Der 'Lautstärkenbereich' schätzt die Verteilung der Lautstärke eines Programms mit statistischen Werkzeugen. Ein Sender kann einen Maximalwert LRA für bestimmte Genres und Übertragungsplattformen festlegen. LRA kann auch verwendet werden, um eine dynamische Transparenz von einer Signalkette zu überprüfen.

Eine detaillierte Beschreibung von LRA wird in EBU Tech Doc 3342 gegeben.

waves wlm 1

7. Lautstärke Normalisation ist auf die ganze Signalkette anwendbar

 Das Konzept von EBU R 128 ist auf alle Bereiche der Audioproduktion von Akquisition, Livesendung und Nachbearbeitung, zur Aufzeichnung, Dateibasierte Arbeitsabläufe, Ausspielung (Sendeabwicklung), Archivierung und Vertrieb anwendbar.

Die von der EBU-Gruppe PLOUD gelieferten Veröffentlichungen decken all diese Bereiche ab.

8. Der Übergang zur Lautstärke Normalisation muss kein harter Übergang sein …

Gegenwärtige Mischverfahren (mit einem Spitzenmeter) können immer noch mit anschließender Anpassung des Ergebnisses verwendet werden. Lautstärke Messen ist dennoch vorzuziehen. Analysen von den letzten Produktionen und Mischverfahren mit einem Lautstärkenmeter gibt einen guten Hinweis auf Kompatibilität und die notwendigen Veränderungen. Toningenieure erkennen schnell die erweiterten dynamischen Möglichkeiten. EBU Tech Doc 3343 gibt praktische Richtlinien für die neue Arbeitsweise mit Audiopegeln.

9. EBU R 128 liegt auch im Herzen der Verteilungsrichtlinien

EBU Tech Doc 3344 stellt einen größeren Schritt in Richtung gleicher Lautstärke für alle möglichen Quellen von Audiosignalen dar, die beim Konsumenten zu Hause ankommen. Dies schließt auch Spezifikationen für Aufsatzkästen [set-top boxes] und AV-Empfänger ein.

10. Metadaten sind auch wichtig

Wenn zum Zielpegel normalisierter Inhalt mit Lautstärkenmetadatenversehen ist, sollte dieser auf -23 LUFS eingestellt sein. Wenn Normalisation nicht erreicht werden kann, dann sollten die Metadaten den tatsächlichen Lautstärkepegel des Inhalts anzeigen.

dBTP Dezibel True-Peak, absoluter, samplegenauer Spitzenwert
LRA Loudness Range
LU Loudnes Unit
LUFS Loudnes Units Referenced to Fullcale, Einheit zur Lautheitsmessung, im Zahlenwert auf digitale Vollausteruerung (0 dbTP)
True-Peak PCM max. -1dbTP für Stereo und Surround als PCM-Signal
True-Peak kodiert max. -3 dbTP für Stereo und Surround
Programme loudness Zielwert -23 LUFS ± 1,0 LU
Loudness range ST Max. 15 LU für stereo, nicht weniger als 5 LU
Loudness range SURR Max. 20 LU für Surround Ton

#Weitere Informationen:

http://tech.ebu.ch/loudness

 

http://www.rtw.de/know-how/basics/loudness.html

 

http://de.wikipedia.org/wiki/EBU-Richtlinie_R_128